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Verräther nicht zu ſchonen, ſondern ihn zu tödten, damit er nicht noch mehr Unglück anrichte. Darauf ſah er Aphaka, die ſeinen ſchweren Kopf in ihren Armen hielt, dankbar an, wehrte Alexei, der ſeine Wunden unterſuchen und verbin⸗ den wollte, ſanft ab, und hauchte ſeine letzten Athemzüge aus— glücklich, unter Alexeis Augen und für ihn zu ſterben.
Feodor und der Itelmene kehrten bald von der Verfol⸗ gung des Koſaken zurück. Dieſer war nämlich in den Sumpf gerathen, wohin ihm Niemand folgen konnte und wo er elend umkam.
Temptes Leiche wurde in eine ſchnell gemachte Grube gelegt und ein Haufen Steine über dem Gräbhügel aufge⸗ ſchichtet. Die heidniſchen Kamtſchadalen pflegten ihre Todten nicht zu begraben, ſondern ließen ſie von den Thieren des Waldes oder von Hunden verzehren. Dies Letztere galt, beſonders den Aermeren, für ein großes Glück, denn ſie meinten in der Unterwelt die Beſitzer der Hunde zu werden, von welchen ihr Körper verſpeiſt worden.
Nachdem Alle recht herzlich an dem Grabe gebetet, ſchieden ſie davon. Feodor weinte wie ein Kind und ſo be⸗ trübt und erſchüttert Alexei auch ſelber war, mußte er doch ihn und die ſchluchzende Aphaka tröſten.
Der verwundete Koſak war indeß geſtorben, der nieder⸗ geworfene Itelmene hatte ſich davon gemacht. Galgal und der gefangene Ruſſe wurden mitgenommen, und Alle bega⸗ ben ſich auf den Heimweg.
Der Kummer über das Ende Temptes wurde bald durch andere Ereigniſſe verdrängt. Nach einem gewaltigen


