ſeinem verwundeten Kameraden, der dritte hatte die Flucht ergriffen und wurde von Feodor und ſeinen Gefährten ver⸗ folgt. Alexei befreite indeß Aphaka aus ihren Banden und dann auch Muri, der zuerſt freudig bellend an ihnen auf⸗ ſpraug, dann aber haſtig fortlief.
„Du biſt ja verwundet!“ rief Aphaka und zog den Pfeil aus Alexeis Hals. Sie ſchrie entſetzt auf, als ſie ihn in der Hand hielt. Es war einer der gewöhnlichen Pfeile, an einem Ende Adlerfedern, am andern von grünlichem, glasartigem Stein eine Spitze; doch befand ſich auf dieſer etwas von der gepulverten Wurzel des Eiſenhutes. Aphaka dachte vor Schreck zu vergehn; die Vergiftung durch die Napellawurzel war tödtlich und ſchon wurde der Rand der Wunde bläulich.
Plötzlich erheiterte ſich Aphakas verſtörtes Geſicht; ſie beugte ſich zu Alexei herab, der betäubt und ſchwindelnd auf der Erde ſaß, und ſog das Gift aus der Wunde. Er wollte ihr wehren, allein ſie ſchlang ihre Arme ſo feſt um die ſeinigen, daß er ſie nicht rühren konnte, und beſchwor ihn, ſtill zu halten, indem ſie verſicherte, das Ausſaugen der Wunde rette ihn und ſchade ihr nicht. Zugleich brauchte ſie die Vorſicht, das Gift auszuſpucken.
Dann befeuchtete ſie ihr Halstuch, band es auf die Wunde und holte Waſſer zum Trinken für Alexei, worauf ihm wieder ganz wohl wurde. Ihr ſelbſt ſchwoll jedoch, trotz der beobachteten Vorſicht, das Geſicht auf. Daraus machte ſie ſich aber nichts, ſo ſehr Alexei es auch bedauerte; übrigens wußte ſie, daß die Geſchwulſt bald verging und


