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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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noch nicht abgeſchoſſen und legte ſie auf den Kamtſchadalen an, der für einen Augenblick die Geiſtesgegenwart verlor und vor der Mündung, welche ihm ſichern Tod drohte, regungslos ſtehn blieb. Doch Aphaka ſtieß mit ihren ge⸗ bundenen Händen den Arm des Ruſſen noch rechtzeitig empor und der Schuß that keinen Schaden. Feodor hatte indeß den dritten Koſaken umfaßt und verſuchte ihn nieder⸗ zuwerfen, wogegen ſich dieſer aus Leibeskräften ſträubte.

Galgal hatte hinter einem Baum in ſeinem Lauf inne gehalten; Feodor kehrte ihm ſeinen breiten Rücken zu und er ſchoß einen Pfeil auf ihn, um ſich dafür zu rächen, daß Tſchekawa ihn lieber gehabt. Alexei richtete ſich eben auf und empfing den Pfeil zwiſchen Hals und Schulter, achtete jedoch nicht darauf, ſondern ſuchte ſeinen Freunden in der Bewältigung der beiden Koſaken zu helfen.

Tempte hatte mittlerweile halb betäubt am Boden ge⸗ legen, bei dem Ziſchen des Pfeils wandte er indeß ſeine Augen nach der Stelle, wo Galgals rother Rock ſchimmerte. Seine letzten Kräfte zuſammenraffend und ſeiner ſchweren Wunde vergeſſend, ſprang er auf und eilte Galgal nach, der ſchnell die Flucht ergriff. Er dachte für ſeine jungen Freunde gebe es nicht eher Ruhe und Sicherheit, bis ihr Feind unſchädlich ſei.

Muri hatte redlich das Seinige zur Vertheidigung bei⸗ getragen, war aber bald durch eine Schlinge, die ihm ein Itelmene über den Kopf warf, kampfunfähig gemacht und an einen Baum gebunden worden, wo er wüthend heulte und an ſeinen Riemen zerrte.

Der zweite Koſak lag endlich gefeſſelt am Boden neben

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