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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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riſſen, ſaß ſie mit dem Kinde auf dem Schooß regungs⸗ los da. Sie war eingeſchlafen und ſammt dem Knaben erſtickt.

Arems gellendes Geſchrei brachte Alle auf die Beine und die Frauen bemühten ſich, die Lebloſen ins Daſein zurückzu⸗ rufen, allein umſonſt.

Mit wildem Schmerz warf ſich Arem über die Leichen, zerraufte ſein Haar und heulte laut. Es war eine entſetz⸗ liche Scene. Das Toben des Sturmes begleitete das Ge⸗ ſchrei des Mannes und der Weiber und Kinder in der finſtern Nacht und das Geheul der Hunde klang ſchauerlich dazwi⸗

ſchen. Von Erde und Himmel war nichts zu ſehn, den Bo⸗ den bedeckte hoher Schnee, die Luft war mit großen Flocken dicht erfüllt es ſchien die ganze Natur habe ſich in Schnee verwandelt.

Lipacha und ſeine Schweſter krochen bald wieder unter ihre Pelzdecke und ſchmiegten ſich weinend aneinander. Sie wagten kaum, ein wenig hervor zu lugen, denn ihnen graute vor der Nacht und dem Unwetter, wie vor der Verzweiflung ihres Vaters.

Die Verwandten ſuchten dieſen nach der erſten ſchmerz⸗ lichen Ueberraſchung zu tröſten, allein er wollte von nichts wiſſen, ſich nicht von den Leichen trennen und dies währte ſo lange wie der Schneeſturm.

Als das Unwetter vorüber war, drangen die Andern auf die Weiterreiſe. Anfangs wollte er nichts davon hören, all⸗ mälig ſah er jedoch ein, daß er nicht immer dort bleiben konnte. An die Stelle des leidenſchaftlichen, maßloſen Kum⸗ mers trat ein eben ſo heſtiger Haß gegen die Koſaken, denen