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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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und Beeren. Zuletzt ſah ſie ihre verſtorbene Mutter in der Ferne und wollte zu ihr eilen. Doch vergebens bemühte ſie ſich, dieſelbe zu erreichen oder nur die Arme nach ihr hin zu ſtrecken. Sie war wie gelähmt und an den Boden gefeſſelt; wie in der Hütte ihres Vaters mangelte ihr die Luft und lag es gleich einer Bergeslaſt auf ihrer Bruſt. In tödt⸗ licher Angſt verſuchte ſie ſich zu regen und erwachte darüber.

Sie glaubte noch fort zu träumen, denn ein ſchwerer Druck ruhte auf ihr und die Luft mangelte. Doch neben ſich hörte ſie die mühſamen Athemzüge ihres Bruders. Sie weckte ihn und Beide ſtrebten nun mit Händen und Füßen ſich zu befreien, indem ſie laut nach ihren Eltern riefen. Der Vater war auch halb eingeſchlummert geweſen, jetzt ſprang er auf und warf die hohe Schicht Schnee von dem Wolfs⸗ pelz, der die Kinder deckte.

So, jetzt ſchlaft ruhig weiter, ich will munter bleiben, daß das nicht mehr vorfällt ſagte er.

Iſt es nicht bald Morgen? fragte der Knabe.

Nein, es iſt mitten in der Nacht ſchlafe nur noch eine Weile war die Antwort.

Alles wurde laut geſchrieen, denn das Heulen des Win⸗ des verſchlang das geſprochene Wort.

Mutter, Mutter ſchläfſt du denn? rief Gtechan Tatach. Agith blieb ſtumm.

Vater, Vater! ſchrie das Mädchen nun aus vollem

Halſe.Die Mutter antwortet mir gar nicht und ich höre

ſie auch nicht Athem holen, wie ehe ich einſchlief.

Vrem eilte zu ſeiner Frau. Ein Schneehügel wölbte ſich über ihr und als er denſelben angſtvoll auseinander ge⸗