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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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Darum fliegt ſie ſchon im Kyſhnakratſch(Auguſt) fort und kommt erſt im Ahtemſtakratſch(Juli) wieder!

Anfangs riefen die Frauen und Männer einander zu, um ſich munter zu erhalten, allmälig hörte das jedoch auf, weil Jeder müde und heiſer war und der zunehmende Sturm die Laute der menſchlichen Stimme übertönte.

Agith war ſehr müde, die Fahrt auf dem Schlitten war, wie oft geſagt, ſehr anſtrengend, und ſie hatte nicht nur ſich ſelbſt, ſondern auch die Kinder darauf erhalten und ſie für Verletzungen behüten müſſen. Die Kleinen waren Alle feſt ein⸗ geſchlafen und auch ſie fühlte ſich von dem Bedürfniß nach Ruhe mehr und mehr überwältigt. Sie wußte nicht, warum ſie heute ungewöhnlich viel an die todte Frau ihres Mannes dachte, aber die Vorſtellung von dem qualvollen Ende der⸗ ſelben verließ ſie keinen Augenblick, dabei fielen ihr die Au⸗ gen trotz aller Anſtrengung zu. Die Wärme, welche die Schneefülle ihren Gliedern mittheilte, war nach der ſcharfen Luft, welcher ſie den Tag hindurch ausgeſetzt geweſen, um ſo einſchläfernder.

Plötzlich fuhr ſie erſchrocken aus dem Halbſchlummer empor; es war ihr, als müſſe ſie auch erſticken, wie Gtechan Tatachs Mutter. Sie hatte vergeſſen aufzuſtehn und der Schnee hatte ſich ſchon dicht über ſie gelegt.

Sie ſchüttelte ihn von ſich und nahm ſich vor, nicht wie⸗ der einzuſchlafen. Sie fühlte, daß ihr Mann ſich erhob und die Decke über den beiden Kindern abſchüttelte, dann über⸗ wältigte ſie doch wieder die Ermüdung.

Gtachan Tatach träumte von dem Frühling, an welchen ſie vorher gedacht, von Bachſtelzen und Schwalben, Blumen