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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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war ein Bruder ſeines Vaters. Zu ihm dachte er ſich zu wenden.

Alle Anſtalten zur Auswanderung waren ſchnell ge⸗ troffen. Die wenigen Habſeligkeiten und Mundvorräthe, welche man nicht mitnehmen konnte, wurden vergraben oder weggeworfen, dann reiſte Jeder mit ſeiner Familie nach der Himmelsgegend, wohin ſein Sinn ſtand.

Agith fuhr mit ihrem Mann und den drei Kindern auf einem Schlitten. Zwei ihrer Schweſtern mit ihren Männern und Kindern folgten, die Uebrigen hatten ſich von ihnen ge⸗ trennt. Die Meiſten der Letztern wollten nicht ſehr weit fort, ſondern in der Nähe bleiben und nach ihren Wohnungen zu⸗ rückkehren, ſobald die Koſaken dort geweſen wären. Das war allerdings gefährlich, denn der Oſtrog lag nahe am Kamt⸗ ſchatka und häufig kamen hierher Koſaken und ruſſiſche Kauf⸗ leute, die ſich nach der zweiten ruſſiſchen Niederlaſſung: Werchnoi⸗Oſtrog, begaben. Sie hofften indeß, ſich ſpäter, wenn der Zorn der Koſaken ein wenig abgekühlt ſei, damit genügend zu entſchuldigen, daß ſie den Mord auf Arem und ſeine nächſten Verwandten wälzten.

Auf einem vor dem Winde etwas geſchützten Plätzchen hatte die kleine Karavane Halt gemacht, um eine Mahlzeit einzunehmen. Die Hunde waren in der Rähe feſtgebunden, damit ſie ſich nicht an die Lebensmittel ſchlichen und ſie ver⸗ zehrten. Sie fraßen ſo gierig die ihnen vorgeworfenen, trock⸗ nen und halbverſchimmelten Fiſche, daß ſie ſich an den Grä⸗ ten das Maul ganz blutig machten. Dabei wälzten ſie ſich unruhig umher und ſuchten Gruben in den Schnee zu wühlen.

Roskowska, Die Eroberung Riſchnois. 3