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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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ihre Mutter weinte, vergaß ſie doch mit der Leichtigkeit eines Kindes und war zufrieden und heiter, als Lipacha genaß und hübſch ordentlich und vernünftig mit ihr ſpielte.

Der Mord der drei Koſaken war in Niſchnoi ruchbar geworden, denn die Dorfbewohner hielten nicht reinen Mund gegen ihre Nachbarn. Die Gegend war hier, wie in der Nähe des Kamtſchatkafluſſes, dicht bevölkert. An der Mün⸗ dung jedes der vielen kleinen Flüſſe, die ſich in den großen Strom ergoſſen, lag ein Oſtrog. Unter den Leuten fanden ſich Verräther und die Koſaken in Riſchnoi ſchnaubten Wuth und Rache. Eine Expedition wurde ausgerüſtet, die Frevler zu ſtrafen, und alle männlichen Bewohner des Ortes ſoll⸗ ten getödtet, die Frauen und Kinder zu Sklaven gemacht werden.

Die Itelmenen warteten das aber nicht ab. Sie konn⸗ ten ſich wohl denken, was kommen würde und beſchloſſen in einer gemeinſamen Berathung, dem drohenden Schickſal zu entgehn. An einen erfolgreichen Widerſtand war nicht zu denken, ſo wollten denn alle tiefer ins Land flüchten.

Zu größerer Sicherheit dachten ſie ſich zu zerſtreuen. Die meiſten Männer waren nicht aus dem Ort, ſondern nur durch Verheirathung anſäßig geworden, dieſe wollten mit ihren Frauen und Kindern zu ihren nächſten Verwandten gehn.

Arem ſagte eine Flucht nicht recht zu er hätte am Liebſten mit den Koſaken gekämpft. Allein die Sorge für die Seinigen beſtimmte ihn, dem einſtimmig angenommenen Vorſchlage nicht zu widerſprechen.

Er ſtammte von Oſernaia her, und Kontſchalo, der Häuptling des berühmten Oſtrog an dem kuriliſchen Oſero