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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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war, weinte jedoch aus Sympathie mit ihr und ſuchte ſie nach beſten Kräften zu beruhigen.

Aber was weinſt du denn ſo? fragte er ſchluchzend deine Mutter wird ja gleich kommen. Sie wird dir gewiß nichts thun, denn du warſt ja nicht unartig. Oder denkſt du, daß ſie dir doch böſe iſt? Das glaube ja nicht. Ich habe wohl geſehn, wie ſie dich herzte und küßte, obgleich es ganz finſter war vom garſtigen Rauch! Darum lhör' auf zu weinen und ſei ein gutes Kind!

Da aber Gtechan Tatach noch ſchmerzlicher weinte, wandte er ſich zu den Andern und ſagte:Was ſteht Ihr denn ſtille da, könnt Ihr nicht lieber ihre Mutter rufen? Vater, ſag' du ihrer Mutter, daß ſie kommt. Was ſoll ſie denn ſo lange mit den Tatachs in der rauchigen Hütte ſein? Mach ihr lieber auf und rufe ſie!

Arem, höre mich! ſagte Agith leiſe zu dieſem.Die Koſaken ſind entweder todt, oder doch ſo betäubt, daß ſie nicht zu fürchten und leicht zu bewältigen ſind. Oeffne das Rauchloch und ſteige nach einer Weile mit einigen Andern hinab vielleicht lebt deine Frau noch und du retteſt dem armen Mädchen die Mutter!

Arem war dazu bereit. Nachdem die Steine und Bal⸗ ken fortgeräumt und der übelriechende Qualm zum Theil herausgeſtrömt war, ſtieg er hinab, gefolgt von mehreren Männern. Allein es war vergebens; Niemand athmete mehr, auch die Frau nicht.

So war Gtechan Tatach wirklich verwaiſt, aber der in⸗ brünſtige Wunſch des brechenden Mutterherzens begann in