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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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28 ſchnell eine Menge Holz hineingethan und gleichgiltig gegen die flehenden Bitten, wie gegen die Flüche und Drohungen des Ruſſen die Klappe ſo feſt verwahrt, daß er erſticken mußte. Hierauf ging er zu ſeinem Söhnchen und wollte ſich jetzt erſt recht über deſſen Erhaltung freuen.

Der Kleine ſtieß ihn jedoch von ſich und ſagte erzürnt: Geh, ich will nichts von dir wiſſen, du haſt ja das Feuer zum Rauchloch hinunter geworfen ich habe dein Geſicht wohl erkannt! Zuerſt war das Feuer ganz hübſch, hernach aber deſto garſtiger. Wir mußten Alle ſo viel huſten, darum bin ich böſe auf dich. Aber dir, Mutter, bin ich gut und Gtechan Tatach auch!

Sein Vater trat ſtill zurück, die Mutter küßte ihn wie⸗ der zärtlich.

Mutter, warum küſſeſt du denn blos immer mich? fragte Lipacha, der wie viele kleine Knaben Liebkoſungen nicht ſehr leiden konnte.Gieb doch Gtechan Tatach einen Kuß ihre Mutter hat mich ja auch geküßt! Aber wo iſt denn deine Mutter, Gtechan Tatach? fügte er plötzlich hinzu.Sie ſoll herkommen, ich bin ihr auch gut und will ihr von meiner Slatkadrawa geben!

Das Mädchen war bisher noch in halber Betäubung geweſen. Jetzt kehrte ihm die volle Beſinnung zurück und damit das klare Gefühl ſeines Verluſtes und ſeiner Verlaſſen⸗ heit.Mutter meine liebe, liebe Mutter! rief es in herzzerreißendem Ton und rang verzweiflungsvoll die Hände.

Alle Umſtehenden waren tief erſchüttert und die Augen der Frauen feuchteten ſich. Lipacha wußte nicht, was geſchehen