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Lipacha's Gefinnung für ſie war völlig geändert. Sie hatte an ſeinem Lager geſeſſen und ihm Geſchichten erzählt, während die Andern, ſelbſt ſeine Mutter, mit den Koſaken zu thun hatten; und in dem finſtern, raucherfüllten Zugloch, wo ihm bange geworden, ohne daß er wußte warum, war es für den ſonſt ſo trotzigen Knaben ein großer Troſt geweſen, ihren Arm zu halten und ihre Stimme zu hören. Er weinte, als ſie bleich und ſtumm dalag, und nachdem ſie ſich einiger⸗ maßen erholt, forderte er Slatkadrawa und theilte es brü⸗ derlich mit ihr. Seine Mutter wollte ihn in eine der nächſten Jurten tragen, damit er ſich nicht erkälte, allein er ließ das nicht eher geſchehn, bis Gtechan Tatach, die noch immer etwas ſchwindlich und betäubt wax, auch hinab gebracht wurde. Dann mußte ſie auf ſein Lager gelegt werden, er faßte wieder ihren Arm an und ſagte:
„So, jetzt erzähle mir noch eine Geſchichte! Aber hörſt du, Mutter,“ wandte er ſich an dieſe.„Laß hier nicht ſo großes Feuer machen, wie bei uns— das iſt häßlich. Ich will auch immer artig ſein und Gtechan Tatach nie mehr ſchelten und ſchlagen!“
Seine Mutter verſprach ihm unter Küſſen und Thränen, es ſolle nie wieder ein ſo großes Feuer angemacht werden; dann ſagte ſie zu den Umſtehenden:„Das Mädchen muß ihm doch Gutes gethan haben! Der liebe Junge iſt ſo klug, daß er nichts vergißt. Aber ich will es ihr auch gedenken!“
Der wilde, rachſüchtige rem hatte indeß einen bren⸗ nenden Holzſcheit in das Zugloch geworfen und laut aufge⸗ jubelt, als er bei dem Scheine deſſelben den Koſaken gefan⸗ gen ſah, wie eine Maus in der Falle. Er hatte darauf


