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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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In dieſem Augenblicke machte der Koſak eine heftige, wiewohl vergebliche Anſtrengung, vorwärts zu kommen.

Gtechan Tatach ängſtigte ſich vor ihm unbeſchreiblich.

Sie

fürchtete, er könne ſie an den Füßen ergreifen und an ſich

reißen, wenn er ſeinen Arm recht weit ausſtreckte.

Entſetzt

ſchrie ſie auf, zog ihre Beine an ſich, ſo viel es der enge Raum erlaubte, und warf ſich vorwärts, ganz vergeſſend, daß Lipacha da war. Er bekam einen tüchtigen Stoß, brach in ein gellendes Geſchrei aus und rief dazwiſchen kreiſchend

nach ſeiner Mutter.

Vater, Vater! rief auch das Mädchen ſo laut es konnte.

Schon vorher waren Schritte draußen zu hören geweſen, von den bangen Kindern aber nicht bemerkt worden.

Jetzt

ward die Klappe haſtig weggeriſſen und Lipacha's Mutter zog ihren Sohn jubelnd hervor und konnte ihn nicht genug küſſen

und herzen.

Vrem hob ſeine Tochter heraus und legte ſie auf den

Schnee.

Sie war ohnmächtig und es dauerte lange,

ehe

ſie die Augen dem freundlichen Lichte des Tages öffnete und die friſche, reine Luft mit vollen Zügen einſog.

Lipacha riß ſich aus den Armen ſeiner Mutter und nahn mit der geſunden Hand den ſchmuzigen Schnee auf und ver⸗

zehrte ihn gierig.

bringen.

Eine der Frauen eilte, Er trank tüchtig und reichte dann das Gefäß der noch bewußtloſen Gtechan Tatach hin. Aufmerkſamkeit der Andern auf ſie gelenkt.

ihm Waſſer zu

Dadurch wurde die

Bisher hatte

ſich noch Niemand um ſie bekümmert und Alle nur Augen für den geretteten Knaben gehabt; jetzt wurde ſie mit Waſſer

beſprengt und mit Schnee gerieben, bis ſie zu ſich kam.