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hat mich ſo geſchmerzt, daß du mit mir umkommen ſollteſt, und ich freue mich nun ſo ſehr über deine Rettung. Sei meinem Befehl nicht ungehorſam! Und nun lebe wohl, mein einziges, liebes Kind!“
Das Mädchen bat zwar, bleiben zu dürfen, doch da die Mutter feſt entſchloſſen war, mußte ſie nachgeben. Auch verurſachte ihr der Rauch immer größere Beſchwerde; ſie glaubte zu erſticken, und der Kopf wollte ihr ſpringen. Die Liebe zum Leben wie die Abneigung gegen Schmerz, welche in jedem Geſchöpfe wohnt, regte ſich auch in ihr; ſie wäre gern für ihre Mutter geſtorben, da ſie dieſelbe jedoch nicht retten konnte, ſchien es ihr mit einem Mal ſchrecklich, in dieſem fürchterlichen Dampf umzukommen.
Durch die Bemühungen der Koſaken und das völlige Verdecken des Rauchlochs, war die leuchtende Flamme er⸗ loſchen; tiefe Finſterniß herrſchte in der Hütte, denn der ſchwarze Rauch umhüllte die fortglimmenden Holzſtücke und Strohmatten wie ein dichter Nebelſchleier. Dem kleinen Lipacha gefiel das nicht, auch hatte er Athmungsbeſchwerden und er begann plötzlich laut zu ſchreien.
Die Frau ſeines Vaters hatte ihn in der Sorge um ihr eignes Kind ganz vergeſſen. Jetzt ſchwankte ſie zu ihm und trug ihn zu den Schupan. Seine Mutter hatte ſie oft ge⸗ kränkt, ihr beſonders durch ihre Ungerechtigkeit gegen Gtechan Tatach ſehr weh gethan, jetzt war ſie gerächt. Doch kein Gedanke an Rache oder Triumph kam in ihre Seele. Sie war eine unwiſſende Heidin, hatte nie etwas gehört von dem Gebot Chriſti:„Liebet Eure Feinde, thut wohl denen die Euch beleidigen und verfolgen,“ aber in ihrem Herzen lebte


