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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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Koſaken, weil er ſammt ſeinen Landsleuten ja an dieſe Räu⸗ cherung gewöhnt war.

Plötzlich durchzuckte eine gute Idee das Hirn der Mutter und ſie bedeckte des Mädchens Geſicht mit Küſſen und Freudenthränen.

Ich hab's, ich hab's, Gtechan Tatach! ſagte ſie freudig.

Wie anders doch der Name des Mädchens klang, wenn ihn ihre Mutter ſo liebevoll ausſprach, als wenn die Leute ihn als Schimpf⸗ und Spottnamen brauchten! Der Kleinen fiel das jetzt auf, bisher hatte ſie darüber nie nach gedacht. Ohne Furcht vor dem immer näher rückenden qualvollen Tode ſchmiegte ſie ſich innig in die Arme welche ſie ſo feſt umfingen, an das treue Herz, welches nur für ſie ſchlug. Sie fühlte ſich hier ſo geborgen, als gäbe es keine Gefahr; eine träumeriſche Ermattung, ein Zuſtand zwiſchen Schlaf und Wachen bemächtigte ſich ihrer und ſie mußte ſich an⸗ ſtrengen, um zu verſtehen, daß ihre Mutter zu ihr ſagte:

Du gehſt in den Schupan, ſo nahe wie möglich an den Ausgang. Der Deckel iſt nicht ganz, hat mehrere Ritzen. Hier iſt mein Meſſer, das ſteckſt du in eine Spalte und er⸗ weiterſt ſie ſo viel du kannſt. Dabei hältſt du den Mund dicht an die Oeffnung, um ein wenig Luft zu bekommen und rufſt recht laut den Vater. Er wird kommen und dich heraus laſſen.

Ich gehe nicht allein, und will mit dir leben und ſterben! verſetzte Gtechan Tatach.

Ich kann nicht durch den Schupan, du weißt ja, daß er für mich zu eng iſt! antwortete Jene.Betrübe mich nicht unnütz, mache mir den Tod nicht noch ſchwerer. Es