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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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19 hatten es bisher nicht bemerkt, jetzt ſprangen ſie wüthend auf und wollten ihren Zorn an Mutter und Kind auslaſſen, doch in dieſem Augenblicke fiel eine Menge brennende Holz⸗ ſcheite, und Stroh und Moosbündel herab.

Die Koſaken flüchteten in einen Winkel, um ihre Kleider vor dem Brande zu bewahren und begriffen einen Augenblick nicht, was das bedeuten ſollte. Dann ging ihnen ein ſchreck⸗ liches Licht auf. Mit lautem Geſchrei ſuchten ſie Waſſer, allein es war keins da. Nun warfen ſie die Strohdecken und ſich darüber auf die herabgeworfenen Gegenſtände, um ſo die Flammen zu erſticken, doch regnete es von Neuem Feuer her⸗ ab und ſie mußten wieder in die Ecken flüchten. Die Stroh⸗ decken geriethen nun auch in Brand, die hölzernen Geräth⸗ ſchaften am Heerde entzündeten ſich und die Flamme griff immer weiter um ſich. Mitten durch dieſelben hindurch ver⸗ ſuchten ſie jetzt an dem heißen, rauchenden Baumſtamm her⸗ auf zu ſteigen, doch die Obenſtehenden ſtießen ſie zurück. Ein Koſak, der Beſonnenſte von den Dreien, ergriff ſeine im Winkel lehnende Büchſe und ſchoß auf die Obenſtehenden, in der Hoffnung, ſie dadurch vom Rauchloch zu vertreiben. Wirklich wichen ſie erſchrocken zurück, warfen nicht mehr Brände hinunter und ſchon hofften die Ruſſen, ſie könnten ietzt glücklich hinauskommen; jeder ſtieß den Andern zurück und wollte der Erſte ſein, welcher ſein Leben rettete. Doch in demſelben Augenblicke wurde die Oeffnung oben ganz ver⸗ deckt und vergebens ſtieg einer nach dem Andern hinauf und bemühte ſich mit dem Kopf und den Händen emporzuheben oder auch nur ein wenig zu verrücken, was über dem Rauch⸗

loch aufgethürmt war.