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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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Stroh in die Jurte hinab, ſtießen die Koſaken, welche herauf⸗ kommen wollten, mit Stangen zurück und verdeckten, als von unten ein Schuß fiel, das Rauchloch mit Balken, die ſie zur Sicherheit mit Steinen beſchwerten. Aus den Ritzen zwiſchen denſelben ſtiegen kleine Säulen dunkeln Qualms empor, allein ſie wurden ſorglich mit Erde verſtopft.

Anfangs hörte man unten dumpfes Geſchrei, Flüche und Gepolter. Den Umſtehenden grauſete, nur Arem empfand Ge⸗ nugthuung über die gelungene Rache. Agith aber horchte mit unbeſchreiblich qualvollen Empfindungen, ob ſich unter den verſchiedenen Tönen nicht die helle Stimme ihres Söhnchens unterſcheiden laſſe. Die Koſaken verſuchten offenbar, ſich einen Ausweg aus der Hütte zu bahnen, doch wußten die Obenſtehenden wohl, daß es nicht möglich war, durchzu⸗ brechen.

Jede Wintethüttte beſaß, wie ſchon früher einmal er⸗ wähnt, außer dem im Dache befindlichen Rauchloch, das gleichzeitig Hausthür und Schornſtein vorſtellte, noch eine Oeffnung nach außen einen fünf Ellen langen Canal, von den Kehaken Schupan genannt, der draußen eine bretterne Klappe hatte, die offen ſtand, ſo lange Feuer auf dem Heerd brannte, aber geſchloſſen wurde, ſobald daſſelbe ausgelöſcht war. Der Kanal gab dem Feuer Zug und diente zugleich den Kindern als Ausgang; für Erwachſene war er zu eng.

Arem hatte die Klappe verſchloſſen, ehe er das Rauchloch verdeckte; nach einiger Zeit ging er wieder zu derſelben, um hier jede kleine Oeffnung ſorgfältig zu verſtopfen und ſo dem Rauch, der ſich aus jedem Ritzchen hervordrängte, auch den kleinſten Ausweg zu verſperren. Zu ſeinem Erſtaunen hörte