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„Sie ſind zu den Nachbarn gegangen, um von ihnen das Beſte zu holen, was ſie an Speiſen im Vorrath haben! Die Herren ſollen mit unſerer Bewirthung zufrieden ſein!“ ſagte Vrem mit einer Unterwürfigkeit, die kaum den furchtbaren Hohn und den bittern Haß verbarg, den er empfand. Dabei holte er dienſteifrig verſchiedne trockne, ſehr wohlſchmeckende Beeren aus einer von Stroh geflochtenen Taſche, worin ſie bisher verborgen geblieben, und aus einer andern wildes Geflügel, das auch vor den unwillkommnen Gäſten verſteckt worden war. Sein Eifer und die Unterthänigkeit, welche er gefliſſentlich an den Tag zu legen ſich bemühte, ſchläferte den Verdacht der Ruſſen ziemlich ein und erfragte jetzt geſchmeidig, ob ſie nun befählen, daß er den Knaben, der ſie jedenfalls ſtören würde, in eine andre Hütte trage. Dies wurde jedoch abermals verboten und mit tiefem Schmerz ſtieg der Itel⸗ men wieder hinauf, um, wie er ſagte, die Andern zur Eile anzufeuern. Seine Frau rupfte die wilden Vögel, wobei ſie von den gierigen Koſaken heftig angetrieben wurde, ſich zu ſputen, und ſah daher nicht, daß er ihr wieder einen Wink gab, ihm zu folgen. Und hätte ſie dieſen Wink auch geſehn, die Koſaken würden ſie doch jeden⸗ falls am Fortgehen gehindert haben weil ſie Appetit auf den leckern Braten hatten.
Gtechan Tatach, die Alles um ſich her mit großen Augen beobachtet hatte, war es nicht entgangen, daß ihr Vater, ganz im Gegenſatz zu ſonſt, die vollen Waſſergefäße hinaus getragen hatte und ſie leer wieder zurückgebracht. Noch vor ihm war ſie behend wie ein Eichhörnchen hinaufgeſchlüpft und horchte neugierig auf die ihr unverſtändlichen Redensarten der Ver⸗


