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Die Eroberung Nischnois : eine Erzählung für die Jugend und ihre Freunde / von Marie Roskowska
Entstehung
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Bedienung der Fremden ſo emſig beſchäftigt war, daß ſie die Entfernung ihrer Verwandten und Freunde nicht bemerkte. Gtechan Tatach ſaß an der Lagerſtätte Lipacha's und erzählte ihm Geſchichten, um ihn ſtill zu erhalten; bei dem Stöhnen und Schreien, welches Schmerz und Ungeduld ihm erpreßt hatte, waren die Koſaken zornig geworden.

Jetzt kam Arem herunter, er machte ſich etwas in der Hütte zu ſchaffen und hüllte dann den Knaben unbemerkt in ein Bärenfell. Als er aber mit Lipacha auf dem Arm an dem Baumſtamm empor ſteigen wollte, hielt ihn ein Koſak zurück und fragte barſch:

Wohin willſt du mit dem Jungen?

Er hat den Arm gebrochen und ſtört Euch mit ſeinem Winſeln; ich will ihn in eine andre Wohnung bringen, ant⸗ wortete Urem. Er bemühte ſich, ruhig und höflich zu ſein, doch gelang es ihm nicht, ſeine Bewegung zu verbergen. Seine Züge waren bleich und verſtört, in den kleinen, weit auseinander ſtehenden Augen, brannte ein unheimliches Feuer und auf der niedern Stirn perlten Schweißtropfen.

Der Junge bleibt hier! herrſchte der Koſak, in welchem ein Argwohn erwachte, als er in dieſem Augenblick ſah, das nur ſo wenige Bewohner der Hütte ſich in derſelben befanden.

Der Kamtſchadale legte mit ſcheinbarer Gleichgiltigkeit den Knaben auf ſein Lager zurück, gab ihm Slatkadrawa, damit er ſtill ſein ſollte, und küßte ihn dabei mit einer In⸗ brunſt und zugleich mit einer Entſchloſſenheit, welche den Koſaken höchſt verdächtig erſchienen wäre, hätten ſie dieſelbe bemerkt.

Wo ſind die Andern? fragte der Koſak.