„Da biſt du gewiß wieder Schuld! Du ſtifteſt lauter Un⸗ heil an!“
„O nein, gewiß nicht;“ betheuerte die Kleine.„Ich habe ihn ſo gebeten, ſich nicht zu ſchwenken, aber er hörte nicht darauf.“
„Wenn das auch wahr iſt,—“ rief die Frau gereizt, „ſo biſt du doch Schuld daran! Ohne deinen dummen Traum von den Hunden hätte ich meine Sachen nicht ver⸗ ſteckt und auf das Kind aufgepaßt!“
So hieß es ſtets— Gtechan Tatach ſollte immer an Allem Schuld ſein und war bei jeder Gelegenheit der Sün⸗ denbock. Sie wußte das längſt und dachte kaum, daß es anders ſein könnte. Betrübt ſchlich ſie in die Hütte und hockte ſich in den hinterſten Winkel.
Lipacha wurde hinunter getragen und es ergab ſich, das er den Arm gebrochen hatte. Es wurde ihm ein Verband angelegt, ſo gut die unwiſſenden Leute es vermochten, und ſämmtliche Bewohner der Hütte beſchäftigten ſich eine Weile angelegentlich mit ihm.
Sie überhörten dabei, daß ſich draußen ein ſonderbares Geräuſch, halb Klingeln halb Klirren, hören ließ. Gtechan Tatach zupfte ihre Mutter an der Kuklanka und machte ſie aufmerkſam, worauf dieſe ihrem Manne einen Wink gab.
Er eilte am Baumſtamm hinauf und zum Rauchloch hinaus; die Uebrigen folgten ihm verſtört und ſelbſt Lipacha's Mutter trieb Neugierde und Unruhe von dem Lager ihres
Sohnes.
Ein Koſak war im Dorfe angekommen; er ſtand auf ſei⸗ nem Schlitten und klingelte mit dem Stück einer alten Kette.


