„Ich habe heute von Hunden geträumt!“ ſagte Gtechan Tatach halblaut.
„Von Hunden? Das bedeutet die Ankunft von Koſaken 4 ſagte eine alte Frau erſchrocken.
„Wenn ſie nur nicht ihre Schuld einzufordern kämen!“ meinte rem.„Ich habe keine Pelze.“
„Dachte ich's doch, das häßliche Mädchen bringt uns noch einmal Böſes!“ rief Agith, Lipacha's Mutter, erbittert: „Du wirſt uns ſicherlich Unglück auf den Hals träumen, du ſchwarzer Ruß!“
Die Kleine zog ſich vor der drohend erhobenen Hand der jungen Frau hinter ihre Mutter zurück, die mit einer häus⸗ lichen Arbeit beſchäftigt war und ihrem Kinde verſtohlen zu⸗ nickte, es aber nicht zu vertheidigen wagte.
Bald darauf begaben ſich alle an die Arbeit. Arem tödtete den Hund, die andern Männer gingen nach Holz und die Frauen an ihre verſchiedenen Verrichtungen. Die Kin⸗ der ſchlüpften zum Zugloch hinaus und tummelten ſich drau⸗ ßen umher, obgleich es bitterlich kalt war. Lipacha war einer der Wildeſten und kletterte mit der Gewandtheit einer Katze an den Leitern zu den Balaganen empor.
Gtechan Tatach war auch heraus gekommen, hielt ſich jedoch fern von den Andern. Endlich trat ſie näher zu Lipacha und ſagte:
„Klettere nicht auf dieſer Leiter umher, ſie iſt von der großen Kälte brüchig geworden und kann zerbrechen. Hörſt du nicht, wie es knaſtert? Du wirſt herunterfallen!“
„Du haſt mir nichts zu befehlen, ſchwarzer Ruß!“ ver⸗


