128
Stelle zu fahren, wo ſeine Hunde den Schlitten umgeworfen hatten und wo, wie er vorgab, ſeine Sachen lagen. Er deu⸗ tete dabei nach einer Gegend, die der Richtung ganz entgegen⸗ geſetzt war, in welcher er gekommen, und nachdem ſie eine Strecke Ffihren waren, ſtiegen Beide ab. Während Kut⸗ ſchiniz hinter das Gebü ch ging, wo die Habſeligkeiten ſich befinden ſollten, ſtieg G lgal wieder auf und fuhr ſchnell davon. Mit einigen Lebensmitteln hatte er ſich vorher heim⸗ lich verſehn. Der Betrogene konnte ſich nur mit Mühe zu den Seinigen zurückfinden.
Hundediebſtahl war nach itelmeniſchen Begriffen eben ſo wenig Sünde oder Schande als Pferderaub nach arabiſchen; doch waren Alle über Galgals Treuloſigkeit höchſt erbittert. Mehrere wollten ihn verfolgen, allein da er einigen Vor⸗ ſprung hatte, weil Kutſchiniz zur Rückkehr viel Zeit gebraucht und es auch eben wieder zu ſchneien begann, ſo hielt Kosko das Nachſetzen für fruchtlos und geſtattete es nicht.
Als das Wetter die Fortſetzung der Reiſe geſtattete, brachen Alle auf; Kosko nahm Tſchekawa zu ſich auf den Schlitten und Kutſchiniz ſtieg bei einem Andern auf.
Der Sturm hatte nicht nur in den Wäldern große Ver⸗ heerungen angerichtet, ſondern auch im Dorfe viele Stroh⸗ hütten von den Pfählen geriſſen, auf welchen ſie mit Riemen
feſtgebunden waren. Dieſer Schade wurde jedoch völlig ver⸗
geſſen über der ſchrecklichen Nachricht welche die Heimkehren⸗
den alsbald erfuhren.„
Alle nahmen Antheil an Aphaka's Schickſal und Pa⸗
ſuitſch war faſt außer ſich vor Schmerz, allein Kosko war in
noch größerer Verzweiflung, als ſeine Frau, denn durch ſeiz


