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vom Sturm überraſcht worden; ſie nahmen ihn verwundert, doch nicht unfreundlich auf. Im erſten Augenblick war er ſehr angſtvoll, dann erinnerte er ſich, daß ſie ja noch nichts von der Rolle wußten, die er ſo eben in ihrem Wohnort ge⸗ ſpielt hatte und dadurch erhielt er ſeine ganze Dreiſtigkeit wieder. Natürlich hütete er ſich, ſein eigner Verräther zu werden, und erzählte nur, ſeine Hunde ſeien ihm wieder durch⸗ gegangen. Bei dem Unwetter wunderte ſich Niemand darüber, auch hörte er kein Wort des Spottes; es waren eben die Geſetzteren und Vernünftigſten, welche ſich hatten taufen laſſen. Was ihn ſelber betraf, ſo fühlte er ſich nicht im Minde⸗ ſten beſchämt, daß er ihre Freundlichkeit nicht verdiente, und ſann nur auf eine gute Gelegenheit, ſich von ſeinen Geſell⸗ ſchaftern zu trennen. Zu Fuß konnte er ſie nicht verlaſſen und kehrte er mit ihnen nach dem Oſtrog zurück, ſo war ſein Leben keinen Grashalm werth; Niemand hätte Bedenken ge⸗ tragen, ihn auf einen Wink Kosko's zu tödten. Nun fürch⸗ teten die Kamtſchadalen zwar den Tod nicht, allein Galgal zog es vor, ſo lange wie möglich auf Erden zu leben, ehe er zu den Freuden der Unterwelt einging.
Paſuitſch war nicht die Freundin Galgal's, ſein tücki⸗ ſcher Blick mißfiel ihr und jetzt war er ihr widerwärtiger als je; doch hatte ſie ja keinen gegründeten Anlaß zu einer Abneigung und machte ſich ſelber Vorwürfe wegen dieſes un⸗ willkührlichen Gefühls. Um Tſchekawa, die ihn auch nicht leiden mochte, kümmerte ſich Galgal anſcheinend gar nicht, aber er ſchloß ſich ſehr enge an ihren Vater an.
Als am andern Tage der Sturm ein wenig nachließ, be⸗ er den gutmüthigen Kutſchniig, mit ihm nach der


