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er nach langer Betäubung die Augen öffnete, dämmerte ſchon der Abend und das Fuhrwerk war längſt nicht mehr zu ſehn.
Daſſelbe war indeß bald an einigen Aeſten hängen ge⸗ blieben und die Hunde hatten daran lange vergebens gezerrt. Den Schlitten zerbrechen oder die Riemen zerreißen, ging nicht, dazu war Alles zu dauerhaft. Nachdem ſie einige Male verſchnauft hatteund dann immer wieder aus Leibes⸗ kräften gezogen, ſprangen ſie, von einem fallenden Baum er⸗ ſchreckt, zufällig auf die Seite und bekamen dabei den Schlit⸗ ten los; zugleich riſſen auch die Riemen, welche Pikankur halb durchſchnitten hatte. Muri ſetzte ſeinen Weg nach o Oſtrog nicht fort, ſondern wandte um; die andern Hun 5 ſtutzten und ſchienen unſchlüſſig, ob ſie ihm folgen ſollten, wie ſie es gewohnt waren. Doch die Sehnſucht nach dem heimiſchen Futtertrog war zu groß; ſie verließen ihren Füh⸗ rer und liefen nach Hauſe, wo ihre Ankunft die Großmutter Aphaka's in noch größere Verzweiflung verſetzte. Muri aber ſuchte und fand indeß ſeine junge Herrin.
Galgal ſpähte lange nach einer etwas geſchützten Stelle umher, wo er den Sturm beſſer abwarten konnte. Er mußte dabei zu ſeinem Aerger ziemlich weit gehn, da vernahm er plötzlich, in einer Pauſe, welche der Sturmwind mit ſeinem Heulen machte, fernes Hundegebell. Erfreut, die entlaufenen Hunde wieder zu finden, und darauf ſinnend, wie er ſie ſtra⸗ fen wolle, tappte er vorwärts. Jetzt hatte er den Ort erreicht, woher das Gebell erklang und er erſchrack nun nicht wenig, als er mehrere Hütten erblickte und ſich von Bekannten um⸗ ringt ſah.
Kosko mit ſeiner Frau und allen Täuflingen waren hier


