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Schlittens; vergebens rief er den Hunden zu, ſtill zu halten. Zuletzt ſchlug er ſie mit der Ruthe, wenn er nicht grade da⸗ mit zu thun hatte, ſich auf dem Schlitten zu erhalten und ſeine Augen und Arme vor den Zweigen zu hüten, an welche er in jedem Augenblick anrannte. Der Schlitten flog hin und her und ſchwankte mehr als einmal bedenklich; von den heftigen Stößen brachen mehrere Holzſtückchen in dem Gitter, und der Schlittenkorb bog ſich ganz zuſammen, doch hielten ihn die Riemen, daß er nicht auseinander fiel.
Es wurde plötzlich gänz finſter, ein unheilverkündendes Pfeifen entſtand in der Luft und ein ſtarker Südoſtwind erhob ſich, der die Schneeflocken ſo dicht mitbrachte, als wür⸗ den Federn aus einem Bett geſchüttet. Die Wipfel der Bäume beugten ſich, hier und da knackte ein gebrochener Aſt und die Hunde rannten wie beſeſſen⸗
Zum Unglück kamen ſie jetzt in einen Weidenwald, deſſen herabhängendes und verſchlungenes Gezweig die Fahrt noch halsbrechender machte. Galgal verwünſchte ſeinen Einfall, ſich von ſeinen Begleitern zu trennen und die Hunde ſelber zu lenken, da er doch nicht Einer der Geſchickteſten dabei
war. Allein er hatte ſo oft von der Klugheit und Sanft⸗
muth der Thiere und beſonders Muri's, gehört, und wirklich konnte ſie ſonſt ein Kind lenken; doch jetzt waren ſie durch den Sturm unruhig und wild gemacht und durch die un⸗ gewohnten Schläge eben nicht beſänftigt worden.
Aphaka ſaß ſchon längſt auf einer Seite des Schlittens, bereit, herabzuſpringen, wenn ſie an eine gefährliche Stelle kämen. Sie rief Muri's Namen in der Hoffnung, ihn da⸗ durch zu beruhigen; allein Galgal war wie närriſch— er


