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Sie fuhren nördlich, nach dem Kamtſchatka, und waren eben in einem ſchönen Lärchenwald. Nun verſetzte Galgal den Hunden, wie im Scherz, einige Ruthenhiebe, und als ſie darauf tüchtig rannten, ſtieß er einen Hülferuf aus und that, als habe er die Herrſchaft über ſie verloren. Die andern Schlittenführer wollten ihm zu Hülfe kommen, allein Muri verdoppelte ſeine Schnelligkeit und die Andern blieben ſtets weiter und weiter zurück, bis ſie Galgal endlich ganz aus den Augen verloren.
Jetzt ſchlug Galgal mit dem Oſtall auf die rechte Seite des Schlittens und die Hunde wandten ſich ſogleich, dem Winke gehorſam, nach Weſten. Er war hoch erfreut, mußte ſich aber in Acht nehmen, nicht zu fallen, denn die Thiere liefen immer ſchneller und der Wald wurde immer dichter.
Mittlerweile war, was vielleicht Niemand als Tempte und Aphaka bemerkt hatten, die Luft ganz dick und trübe geworden. Die Koſaken und Itelmenen folgten noch immer der nördlichen Richtung und glaubten vor ſich in der Ferne das Geklingel von Galgals Oſtall zu hören.
Als Galgal von den Uebrigen weit genug entfernt war, verſuchte er die Thiere anzuhalten, indem er, wie das beſon⸗ ders am Abhange eines Berges gebräuchlich, ſeinen Oſtall vor dem Schlitten in den Schnee ſtieß. Allein ſein Arm zitterte, der Oſtall drang nicht tief genug in den Schnee und die Hunde riſſen ihn um, während ſie weiter liefen. Was er vorhin nur vorgegeben, geſchah jetzt wirklich; die Hunde ge⸗ horchten ihm nicht und wandten ſich ſüdlich, der Heimath zu.
Vergebens klopfte Galgal mit einem zweiten Oſtall, den er als Reſerve mitgenommen, an die linke Seite des
Roskowska, Alexei und Aphaka. 8


