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n er Alexei liebte und muthig für ihn gelitten hatte. Nach einiger Zeit ſchauteſie aufmerkſam nach dem Himmel, der ſich mehr und mehr bewölkte und zuletzt ganz bleifarben ausſah. Galgal war mit ſeinen Gedanken zu ſehr beſchäftigt, um auf das düſtere Ausſehen des Horizontes zu achten. Bei ſeiner Rückkehr nach Niſchnei ſtand ihm ein höchſt unfreund⸗ licher Empfang bevor, da Alexei und Feodor entkom⸗ men waren; die ſchönen Hunde wurden ihm genommen, und für Knutenhiebe durfte er nicht ſorgen, die regneten ge⸗
wiß auf ihn. Er dachte ſich das zu erſparen und gar nicht nach Niſchnei zu gehen und hatte Aphaka mehr für ſich mit⸗ genommen, wie als Geißel für den Gouverneur. Sie war der Augapfel ihrer Eltern— er dachte, Kosko würde ihm
gegen ihre Auslieferung gern Tſchekawa zur Frau geben und die ſchönen Hunde obenein. Daß Tſchekawa nichts von ihm wiſſen wollte, kümmerte ihn nicht; in ſeinem neuen rothen Rock dünkte er ſich unwiderſtehlich. Im Innern des Landes gab es noch Orte genug, an denen er die Ruſſen verlachen konnte— ſo fehlte alſo zum Gelingen ſeines Planes weiter nichts, als ſich von den Koſaken zu trennen, ohne Argwohn zu erregen. Sie konnten ihn zwar nit ihren viel ſchlechtern Hunden nicht einholen, doch wollte er ſich auf alle Fälle bei dem Gouverneur den Rücken decken, und nicht als Verräther erſcheinen.
Die Koſaken ließen ſich die im Dorfe gemachte Beute von den Einwohnern nachfahren u ie Schlitten hielten ſich alle beiſammen, obgleich die übrigen Hunde ſich auf das äußerſte anſtrengen mußten, um nicht hinter Koskos Geſpann zurückzubleiben.


