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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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Standpunkt zu ſchwingen, welcher den ſeiner Umgebung, wie ſeiner Zeit, weit überragt, allein die Menge wird ſich nur in ſeltenen Momenten zu Begriffen erheben, die über ihrer Bil⸗ dungsſtufe ſind, und ein gänzlich unwiſſendes Volk kann das nie, eben ſo wenig kann es ſich von Vorurtheilen, die mit ihMm verwachſen ſind, in einem Augenblick losſagen. Vorurtheils⸗ loſigkeit iſt überhaupt der Beweis höherer Bildung, obgleich nicht immer die Frucht derſelben. Wer übrigens nur einen Blick auf die Geſchichte und das Leben warf, dem iſt es nicht entgangen, daß zu allen Zeiten und auch unter den gebildet⸗ ſten Völkern, ein anerzogner Wahn, eine von den Vorfahren ererbte Gewohnheit, ein widerfinniger, aber ehrwürdiger, weil aus der Vergangenheit überkommener Gebrauch die Götzen ſind, denen das eblere Gefühl und die beſſere Einſicht nur zu oft gevpfert wurden und leider noch oft geopfert werden. Darum wollen wir die einfältigen, uncultivirten Kamtſchadalen nicht verdammen.

Mit rohem Ungeſtüm wurde die alte Frau von ihrer Enkelin geriſſen. Sie klammerte ſich dann an den Schlitten, unter verzweifelten Bitten, Alles zu nehmen, nur nicht das Mädchen. Die Koſaken lachten dazu ſie hatten ohnedies Alles genommen, was ihre Habgier irgend gereizt. Muri aber, das kluge Thier, ſchien zu verſtehn, was vorging, denn er rührte ſich nicht von der Stelle, obgleich Galgal mit dem

Oſtall klingelte, und die andern Hunde fo wie immer,

ſeinem Beiſpiel.

Pikankur ſtand mit Tſchekawa's kleinen wiſern jammernd bei dem Hunde, deſſen Verluſt den Kindern faſt näher ging, als der Aphaka's. Der Knabe hatte ſein kleines