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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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derben über ſo viele unſchuldige Häupter bringen und außer⸗ dem machte ihr das unbedingte Vertrauen, welches Alle in ihre Wahrheitsliebe ſetzten, eine Lüge ganz unmöglich. Ent⸗ ſchloſſen, obgleich mit zitternder Stimme, erklärte ſie, Gal⸗ gal habe die Wahrheit geredet.

Scheu und beſtürzt zogen ſich Alle von ihr zurück, ſogar die Großmutter machte eine abwehrende Bewegung, als ſie ſich ihr nähren wollte. Nur ihr kleiner Bruder, der noch nichts wußte von dem Bann, mit welchem ſie jetzt in den Augen ihrer Landsleute belegt war, hielt ſie ſchreiend feſt, weil er verſtanden, daß ſie fort ſollte.

Tempte lag indeß, eben ſo gemieden wie jetzt Aphaka, mit gebundenen Füßen am Boden; um den Leib hatte er noch den Riemen, welcher ihm bei ſeiner Gefangennehmung umge⸗ ſchlungen worden. Aphaka hätte ihn während der Nacht gern entfliehen laſſen, allein daran war nicht zu denken ge⸗ weſen; ſie hatte kaum einige Speiſe in den Mund ſtecken können.

Jetzt war ſie ihm zufällig nahe gekommen und beugte ſich zu Pikankur herab. Tempte warf einen raſchen Blick umher. Galgal trug triumphirend Aphaka's Kleider auf den Schlitten, die Koſaken waren mit dem Unterbringen ihrer Leute beſchäftigt und die Itelmenen ſtanden ſo weit entfernt, als fürchteten ſie, von einer bösartigen Krankheit angeſteckt zu werden, indeß die alte Saagſchehm mit lautem Jammer die Hände rang.

Noch ſind wir nicht in Niſchnei zur Nacht bekommen wir ſicherlich Sturm; gieb dann Acht auf mich! flüſterte Tempte dem niedergeſchlagenen Mädchen zu. Aphaka ſchaute