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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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ſpielt, oder gegen Hunde umgetauſcht, und Diejenigen, welche dem Kloſter gehörten, ſtatt des Zugviehes an den Pflug ge⸗ ſpannt. Zum Glück waren die armen Geſchöpfe zu ſtumpf und unwiſſend, um von ihrer Entwürdigung einen Begriff zu haben; doch Aphaka war von Natur feinfühlend, durch ihre Verhältniſſe nicht abgeſtumpft und durch den Umgang mit Alexei, wie durch ſein Vertrauen, gebildet worden.

Es bedurfte nur einer einzigen Unwahrheit, das drohende Unheil abzuwenden, und Niemand war da, der ſie der Lüge zeihen konnte, denn Galgals Ausſage galt neben der ihrigen nicht. Sie ſchwankte, allein im nächſten Augenblick erinnerte ſie ſich des Eifers, womit Alexei ſtets gegen die Unwahrheit geſprochen und ſie eine Sünde genannt hatte und wie lebhaft ſie ſich dann darüber gefreut, daß ſie von zarter Kindheit an ehrlicher und wahrhaftiger geweſen, als die Andern. Ihrem Volk galt zwar eine Lüge für nichts Böſes, wenn ſie nur Vortheil brachte, und ſie ſelbſt hatte ja Alexei und Feodor gegen Tempte verleugnen wollen, doch ſchienen ihr das zwei ganz verſchiedene Fälle. Hier galt es nur ihr eignes Wohl, dort Alexei's Sicherheit; dort konnte aus ihrem Leugnen nur Gutes für ihre Freunde entſtehn, hier dagegen brachte ſie ihre Familie und das ganze Dorf in unvermeidliches Unglück. Es war möglich und ſogar wahrſcheinlich, daß die Ihrigen Sieger blieben, und wenn ihr Vater mit ſeinen Begleitern zurückkehrte, was jeden Augenblick geſchehen konnte, ſo ver⸗ mochte er einer weit größern Macht zu trotzen. Allein zuletzt mußte er der Uebermacht der Ruſſen doch unterliegen, und dann war das Schickſal der Bewohner des ganzen Oſtrog's Tod oder Sklaverei. Sie durfte um ihretwillen nicht Ver⸗