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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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Galgal ließ es jedoch nicht zum Ausbruch des Streites kommen. Er forderte Alle auf, ihn zuerſt zu hören und er⸗ zählte, daß Aphaka im vorigen Jahre faſt ertrunken und nur durch Alexei's Dazwiſchenkunft gerettet wäre; zuletzt ver⸗ ſicherte er, Kosko ſelbſt habe ihm das mitgetheilt.

Beſtürzung oder doch Unſchlüſſigkeit malte ſich auf den Geſichtern der Itelmenen und ſie ſchwiegen, bis Saagſchehm heftig rief:

Er lügt, der Fuchs lügt! Er will euch hindern, ſie zu ſchützen! Fragt Aphaka ſelber ob es wahr iſt; ſie hat nie gelogen!

Ja, fragt ſie ſelber ſie hat nie gelogen! Sprich du, Aphaka wir glauben nur dir! Sage, daß er lügt und Niemand ſoll Hand an dich legen! tönte es durch einander.

Aphaka kämpfte einen heftigen, innern Kampf. Sie ſollte ſich von der Heimath und ihren Verwandten trennen, ihre Eltern vielleicht nie wieder ſehn und einem Schickſal ent⸗ gegengehn, das ihr noch unendlich ſchrecklicher ſein mußte, als jedem andern Mädchen ihres Volks. Bei der Wohl⸗ habenheit ihrer Eltern hatte ſie den Mangel nie gekannt, im Beſitz der größten Zärtlichkeit derſelbeh kaum einen uner⸗ füllten Wunſch gehegt und Jedermann war der Tochter des geachteten Häuptlings mit Achtung und Aufmerkſamkeit be⸗ gegnet. Trotz ihrer Jugend und der Abgeſchiedenheit ihres Wohnortes hatte ſie doch ſchon genug gehört von dem Loos der Unglücklichen, welche ihren Familien entriſſen worden, um den Tod für minder furchtbar zu halten, als dieſe Dienſt⸗ barkeit. Die Sklavinnen wurden auf das Roheſte behan⸗ delt, von ihren Herren oft Dutzendweiſe im Würfelſpiel ver⸗