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Saagſchehm rief alle Umſtehenden zum Beiſtand auf und ein lautes Murren erhob ſich. Aphaka war wegen ihrer Schönheit und Freundlichkeit allgemein beliebt und ihr Va⸗ ter, wie überhaupt ihre Familie, genoß der höchſten Achtung und Zuneigung, deren die leichtbeweglichen, furchtſamen und eigennützigen Itelmenen fähig waren. Sie hatten der Plün⸗ derung ihres Hab und Gutes ruhig zugeſehn, weil ſie wuß⸗ ten, daß an andern Orten nicht anders verfahren wurde; ſie hatten ſich auch, halb gezwungen, halb freiwillig, dazu her⸗ gegeben, Kosko's Verwandten und deſſen Freund, die ſie Beide gern gehabt, aufzuſuchen, weil ſie, wie ihnen geſagt worden, dem Gouverneur gehörten, vor welchem ſie zitterten: allein das Mädchen vor ihren Augen in die Sklaverei füh⸗ ren zu laſſen, ſchien Allen unmöglich. Schützend ſtellten ſich Männer und Weiber um Aphaka, während Einige herbei⸗ brachten, was ſich als Waffe brauchen ließ.
Ein blutiger Kampf ſchien unvermeidlich, ein Kampf, wie er ſeit der Ankunft der Ruſſen oft ſchon vorgefallen war auf Kamtſchatka. Koſaken, welche ſich einzeln oder in gerin⸗ ger Anzahl in das Innere des Landes begaben, und ſich zu ge⸗ waltthätig betrugen, kehrten nicht heim zu ihrem Oſtrog, ſon⸗ dern wurden erſchlagen und ihr Gebeine ein Fraß der Hunde oder Wölfe. Hier ſchien jedoch imerſten Augenblick das Ueber⸗ gewicht auf Seiten der Ruſſen, denn ſechs mit Feuergewehren verſehene Männer konnten es mit einer großen Anzahl Leute aufnehmen, die keine andern Waffen als Knüttel und Steine hatten. Doch bald waren die Keulen und Bogen und Pfeile der Kamtſchadalen aus den Hütten herbeigeſchafft und der Erfolg wurde zweifelhaft, denn die Pfeile waren zuweilen vergiftet.


