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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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helfen wußten, durften ſich die Koſaken nicht in dieſe unweg ſame Gegend begeben.

Während die Koſaken ihre Ueberredungskünſte vergebens anwendeten, hatten ſich Wolken am Horizonte aufgethürmt und es begann zu ſchneien. Nun war natürlich an keine wei⸗ tere Verfolgung zu denken, denn die Spur wurde ja vom Schnee verdeckt. Alle traten den Rückweg an, und es be⸗ durfte des Inſtinets der Hunde, welche ſtets den nächſten Oſtrog witterten, um ſich nicht zu verirren.

Es läßt ſich denken, daß Saagſchehm und Aphaka üb das vergebliche Nachſetzen nicht weniger erfreut waren, als Galgal und die Koſaken erbittert. Dieſe machten ſich durch die ärgſten, empörendſten Mißhandlungen der Einwohner Luft und hauſten im Dorfe wie rohe, verwilderte Söldlinge in Feindesland, obgleich die armen Leute ſich auf das Zuvor⸗ kommendſte beſtrebten, die Wünſche ihrer Peiniger zu erfüllen.

Es war nicht rathſam für Galgal und ſeine Gefährten, die Ankunft Kosko's abzuwarten, daher brachten ſie am näch⸗ ſten Morgen Alles zuſammen, was ihnen irgend des Mit⸗ nehmens werth ſchien. Die Itelmenen wurden beordert, ihr Eigenthum nach dem ruſſiſchen Oſtrog zu transportiren. Knaben und Mädchen als Sklaven zu nehmen, wie das oft geſchah, wagten ſie jedoch nicht, weil ihrer zu Wenige waren, um die Dorfbewohner ganz zur Verzweiflung zu treiben.

Als faſt Alles zur Abreiſe gerüſtet war, nahm Galgal Aphaka bei der Hand und befahl ihr, den Schlitten ihres Vaters zu beſteigen, an welchen deſſen ſchöne Hunde geſpannt waren und worauf er ſelber fahren wollte. Sie ſollte dem Gouverneur als Geißel für Alexei dienen.