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Zehntes Rapitel.
Galgal war ſehr zufrieden, daß Kosko mit den tüchtig⸗ ſten Männern nicht daheim war, denn ſein Muth pflegte ihn ſtets zu verlaſſen, wo ihm Widerſtand begegnete. Die Ab⸗ weſenheit Tſchekawa's ärgerte ihn jedoch ſehr, denn ſie ſollte ſeine Frau werden, obgleich ſie nichts von ihm wiſſen wollte. Das Entkommen Alexei's und Feodor's verſtimmte ihn zwar, indeß gab er die Hoffnung nicht auf, ihrer wieder habhaft zu werden; ſie hatten keinen Schlitten und ihm das Wetter war günſtig.
Die Leute im Dorf wurden am andern Morgen aufge⸗ boten und theils durch Verſprechungen theils durch Drohun⸗ gen bewogen, die Nachforſchungen zu unterſtützen. Es gab dabei wieder einen Aufenthalt; der Bach war in der Nacht überraſchend geſtiegen und hatte die Brücke fortgeriſſen. Sie beſtand zwar nur aus einigen neben einanderliegenden Baum⸗ ſtämmen, allein ehe ſie hergeſtellt wurde, verging doch einige Zeit. 5
Indeß erinnerte ſich Galgal der ſchönen Hunde Kosko's in deren Beſitz er ſich gar zu gern geſetzt hätte. In Niſchnei hatte er durch eine hingeworfene Frage erfahren, daß Jener die Thiere nicht mitgebracht hatte, ſie mußten alſo zu Hauſe ſein und doch fand er ſie nicht vor. Der Gedanke fuhr ihm durch den Sinn, die Flüchtlinge hätten ſie irgendwo ver⸗ ſteckt gehabt und ſich ihrer zur Flucht bedient; dann war natürlich auch keine Ausſicht auf ihre Wiedererlangung. In großer Wuth fragte er Saagſchehm und Aphaka nach den


