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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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Mitte ſeines Leibes mit Riemen, wodurch ſie ihm den Ge⸗ brauch ſeiner Hände nahmen.

„Biſt du Feodor?“ fragten ſie ihn.

Er ſuchte zu leugnen, doch mit ſo ſcheuer Miene, daß ſie ihm natürlich nicht glaubten.

„Wo iſt der Andere?“ fragte ſie weiter.

„Steigt dieſen Felſen hinauf und ihr werdet ihn unten ſehen!“ antwortete der Gefangene mit allen Zeichen tiefer Bewegung in einem Gemiſch von ruſſiſch und kuriliſch, das den Koſaken faſt unverſtändlich war.

Zweie beeilten ſich, der Weiſung zu folgen, hatten indeß keinen erfreulichen Anblick. Durch das Thauwetter zu unge⸗ wöhnlicher Stärke angewachſen, ſtürzte ſich unter ihnen ein Gebirgsbach ſchäumend zwiſchen nacktem, zerklüftetem Ge⸗ ſtein in einen ſchaurig tiefen Abgrund. An einer Felszacke, ſo tief unten, daß es faſt nicht zu erkennen war, ſchimmerte etwas wie ein Kleidungsſtück.

„Er hat ſich hinabgeſtürzt!“ ſagte Einer ſchaudernd.

Alle waren wenig davon erbaut, daß ihnen der beſte Fang entgangen war, indeß ließ ſich das doch nicht mehr ändern. So zündeten ſie denn ein Feuer an, röſteten einen Haſen, den ſie unterwegs geſchoſſen hatten, und hielten eine tüchtige Mahlzeit, wobei Einer von ihnen den Gefeſſelten mitleidig fütterte.

Roskowska, Alexei und Aphaka. 7