96 Verwundete litt, ſchlug vor zu bleiben, wo ſie waren, und ruhig den Morgen und ihr Schickſal zu erwarten, aber der Inſulaner wollte davon nichts wiſſen und verbiß helden⸗ müthig ſeine Qual.
An der Stelle, wo die Flüchtlinge den Bach überſchrit⸗ ten, hatte Galgal drei Koſaken mit dem Auftrage zurückge⸗ laſſen, jenen mit Tagesanbruch zu folgen. Er ſelbſt alar⸗ mirte das Dorf, ſchickte mehrere ſeiner Bewohner unter der Aufſicht eines Koſaken nach der Brücke und legte ſich endlich ſchlafen, nachdem er in Kosko's Hütte das Unterſte zu oberſt gekehrt und die alte Saagſchehm mit einer Menge Schelt⸗ worte und Drohungen überhäuft hatte.
Am Morgen führten die Koſaken ſeinen Befehl ſehr eif⸗ rig aus, und da die Spur deutlich war und ſie ſich gar nicht aufhalten durften, ſo verminderte ſich der Vorſprung der Flüchtigen ſehr ſchnell. Zwar ſchien es den Koſaken zuweilen, ſie ſähen die Fußtapfen dreier Perſonen, doch achteten ſie darauf nicht, weil ſie ſich zu irren glaubten.
Endlich veränderte ſich der bisherige, flache Charakter der Landſchaft: wunderlich geformte und zerbröckelte, von tiefen Schluchten zerriſſene Felſen lagen vor den Koſaken und die Verfolgung wurde hier allerdings ſehr ſchwierig. Deſto erfreuter waren ſie, als plötzlich Einer von ihnen, der eine Klippe erſtiegen hatte, von Ferne einen Menſchen er⸗ blickte. Alle drei eilten auf denſelben zu und erreichten ihn auch ſehr bald.
Sie hielten ſich nicht damit auf, ſeine Arme aus der Kuklanka hervorzuziehn, welche er, wie die meiſten Kamt⸗ ſchadalen, mantelartig trug, ſondern umwanden nur die


