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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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zu groß. Seufzend ſchlug er ihnen vor, ihn ſeinem Schickſal zu überlaſſen und ſich zu retten, doch davon wollte Alexei natürlich nichts hören. So machten ſie denn eine Tragbahre aus Baumzweigen, und Tempte und Alexei trugen ihn eine Strecke weit; allein der Ausgeſtoßene war nicht beſonders kräftig und Alexei erſt funfzehn Jahre; ſie kamen nicht ſchnell vorwärts und ermüdeten ſehr balb.

Während ſie abwechſelnd ruhten, den Verwundeten tru⸗ gen oder dieſer, mühſam und unter heſtigem Schmerz, eine Strecke weit hinkte, verging eine Stunde. Die Nacht hin⸗ durch hatten ſie keine Verfolgung zu befürchten, doch am Morgen mußten ſie bald eingeholt und gefangen ſein. Die Luft war ſehr mild, beinahe ſchwül, alſo keine Hoffnung, der Schnee würde frieren und die Fußtapſen auf dem harten Boden würden unkenntlich ſein. Auch war keine Ausſicht anf Schnee, der ihre Tritte verdeckt hätte. Der Himmel blieb klar und die Sterne fuukelten ſo hell, daß die Spitze des Kamtſchatskaia, von einer dichten Rauchwolke umhüllt, deutlich ſichtbar war.

„Die Gamuli(Geiſter) im Berge heizen ſtark!“ bemerkte Tempte, als ſie gerade ausruhten, indem er auf den unge⸗ wöhnlich dichten Dampf um den Gipfel des Vulkan's blickte.

Faſt gleichzeitig ertönte ein dumpfes, rollendes Geräuſch, gleich einem fernen Donner.

„Billutſchei zieht ſeine Kähne an den Strand!“ ſagte Tempte. Es war dies die itelmeniſche Erklärung des Donners.

Ehe Alexei ihm dieſen Wahn benehmen konnte, zitterte der Boden unter ihnen in ſchwankender, wellenförmiger Be⸗ wegung, indeß das Donnern und Krachen im Innern des brennenden Berges ſtärket wurde.