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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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Fußtritten waren hier auch kleinere, die offenbar von Alexei herrührten. Galgal kannte ja die zierlichen Schuhe, welche Paſuitſch ihrem Verwandten gemacht. Er fürchtete, Alexei und Feodor hätten auf irgend eine Weiſe Nachricht von der Gefahr erhalten und ſeien entflohen, doch tröſtete er ſich da⸗ mit, daß er ſie bald einholen könne. Daher ſchickte er einen Koſaken zu ihren Schlitten zurück, er ſelbſt mit den Uebrigen folgte der Spur, und die Vermuthung, daß ſeine Ankunft ge⸗ kanntſei, wurde baldzur Gewißheit, denn die Flüchtlinge hatten die Vorſicht gebraucht, nach einander in dieſelben Fußtapfen zu treten, deshalb waren nur die Abdrücke von den großen Schuhen Feodor's zu ſehen. Sie beabſichtigten offenbar das Dorf zu umgehen und die Richtung nach Süden und dem Gebirge zu nehmen, allein das konnte Galgal leicht hindern, denn die Oert⸗ lichkeit war ihm bekannt, er führte die Koſaken zu dem Platz, an welchem Feodor und Alexei vorüberkommen mußten.

Tempte hatte ſeine beiden Wohlthäter getroffen, doch war es nicht möglich nach dem Dorfe zu kommen, ohne den Koſaken in die Hände zu fallen. Nach einer ſchnellen Ver⸗ ſtändigung führte er ſie darum zuerſt öſtlich, um ſich dann, die Lichtung in der Nähe des Dorfes vermeidend, nach Süden zu wenden und den Weg nach den Bergen zu gewinnen, wo auch der Schlitten ihrer harrte. Er ſchritt voran, Alexei folgte und Feodor ſchloß den Zug.

Der frühe Abend dämmerte faſt, als ſie das Ufer eines Baches erreichten, der dem Tſchamſcha zuſtrömte. Sonſt war derſelbe in dieſer ebenen Gegend ſehr friedlich geweſen und vor wenigen Tagen noch ganz zugefroren; heute war er jedoch ſtark angeſchwollen und von Eis frei.