dem er mich mild und freundlich angeblickt. Er legte ſeine Hand auf meine verſtümmelte und mir war es, als würde ſie dadurch wieder geſund und ehrlich. Du—“
„Genug, genug! ich glaube dir!“ unterbrach ihn Aphaka. „Die Zeit drängt— rette ihn und Feodor, ehe es zu ſpät wird! Und vielleicht iſt es ſchon zu ſpät, denn ſie gingen nach dem Quell drüben im Holz!“
„Dann muß ich eilen!“ verſetzte Tempte und wollte ſich entfernen.
„Warte!“ rief das Mädchen.„Willſt du nicht einen Schlitten? Die beſten Hunde meines Vaters ſind im Au⸗ genblick angeſpannt.“
„Meine Füße ſind ſchneller wie die der Hunde,“antwor⸗ tete er.„Auch könnte das Gebell die Ruſſen leicht aufmerk⸗ ſam machen und im Walde kämen wir zu Schlitten doch nicht vorwärts. Wenn deine Freunde nicht bald hier find, ſo ſende den Schlitten nach der Stelle, wo der Pfad zum See ſich von dem Wege nach dem Gebirge trennt.
„Und ſolltet ihr ihn dort nicht treffen, ſo ſucht ihn in dem Verſteck für die Hunde, das Alexei und Feodor kennen! Und ſie wiſſen ja, daß ſie zu Kontſchalo an den Oſernaia fliehen ſollen!“ ſagteſie noch und ſchaute ihm dann mit heißen Segenswünſchen für das Gelingen der Flucht nach.
Im nächſten Augenblick beſann ſie ſich jedoch, daß ſie nicht müßig daſtehen dürfe, und mit der Behendigkeit ihres Alters ſchlüpfte ſie in ihre Wohnung und erzählte der Groß⸗ mutter, was geſchehen ſei. Saagſchehm half ihr zuſammen⸗ packen, was zu einer weiten Reiſe nothwendig war, wies in⸗ deß alles irgend Ueberflüſſige zurück, was das Mädchen in


