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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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Jetzt vertauſchte er zuerſt ſeine gefärbten Pelze gegen Kleidungsſtücke nach ruſſiſchem Schnitt, welcher vielen Kamt⸗ ſchadalen eben ſo hoch ſtand, als unſern Modedamen die neueſte Pariſer Mode. Bei der Wahl eines Kaftans gerieth er zufällig an einen rothen Sarafan, das Oberkleid der ruſ⸗ ſiſchen Frauen, und er gefiel ihm dergeſtalt, daß er ihn ſo⸗ gleich erhandelte und, trotz des Gelächters der Einwohner von Niſchnoi, mit großer Genugthuung darin einherſtolzirte. Nachdem er ſeine Eitelkeit befriedigt, begab er ſich zu dem Gouverneur und theilte ihm mit, daß Alexei und Feodor ſich am Tſchamſcha aufhielten. Anfangs glaubte der Beamte dem närriſch aufgeputzten Alten nicht uud wollte ihn dafür aus⸗ peitſchen laſſen, daß er ſich mit ihm einen Spaß erlaube. Als Galgal jedoch den Rock Feodor's vorzeigte und Alles erzählte, was er wußte, beſchloß der Gouverneur, ein halb Dutzend Koſaken nach dem Oſtrog zu ſenden und die Ent⸗ wichenen fangen zu laſſen. Er war ſehr zornig, daß Galgal nicht gekommen war, als Kosko noch in ſeiner Gewalt war, und Galgal ſelbſt bedauerte dies lebhaft. ur

Die Beſatzung war durch die Bedeckung der Inſakein⸗ nehmer, wie durch die auf Handel abweſenden Koſaken ſo vermindert, daß der Gouverneur vorläufig nicht mehr als ſechs Mann abſenden konnte, ohne ſich zu ſehr an Mannſchaft zu entblößen. Es ließ ſich erwarten, daß Kosko ſich gegen ſo Wenige mit Erfolg wehren würde; der Gouverneur konnte ihn dafür hart züchtigen, doch die Flüchtlinge gewannen in⸗ deß Zeit, zu entkommen. Galgal, der im Verlauf der Unter⸗ redung eben ſoviel Verſchmitzheit als Eifer zeigte, erri eth dieſe Bedenklichkeit und erbot ſich, die Koſaken in der Nähe