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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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Kirche ſehr hübſch gebaut; auch gab es eine Menge offener Kramläden mit den verſchiedenen ruſſiſchen, chineſiſchen und korekiſchen Waaren, mit Zeugen, Geräthen, Leder⸗ und Schmuckſachen und Allem, was ſonſt gebraucht wird.

Es kamen viele Kaufleute von Jakutsk nach Kamtſchatka, weil ſie von den Koſaken für ihre Waaren vier Mal ſo viel erhielten als ſie ihnen mit den Transportkoſten zu ſtehen ka⸗ men. Die Koſaken, welche des Winters in den kamtſchatkiſchen Oſtrogen umher reiſten, verkauften Alles wieder drei Mal ſo theuer als ſie es ſelber bezahlt hatten. Obgleich nun die Ein⸗ gebornen ihre Bedürfniſſe viel billiger erhalten hätten, wenn ſie dieſelben im ruſſiſchen Oſtrog eingekauft, zogen ſie es doch vor, mit den Koſaken zu handeln, und nur Wenige von ihnen betraten freiwillig die Niederlaſſung ihrer Oberherrn. Die Koſaken waren ſehr roh und habſüchtig und diejenigen ihrer Kinder, die itelmeniſche Mütter hatten, eine noch größere Plage der Kamtſchadalen, weil ſie die Landesſprache ver⸗ ſtanden; allein die Fremden, welche aus Rußland herüber⸗ kamen, waren noch viel rückſichtsloſer und hochfahrender. Wer als gemeiner Soldat aus Moskau fortreiſte, war in Tobolsk Sergeant, in Tomsk Fähndrich, an der Lena Lieute⸗ nant, in Jakutsk Kapitain, auf Kamtſchatka aber Oberſt, oder galt doch dafür und durfte ſich mithin Alles erlauben, was ihm in den Sinn kam. Die armen Unterdrückten fan⸗ den nicht den geringſten Schutz und nirgends ließ ſich das Sprüchwort der polniſchen Bauern:„Gott iſt hoch und der Kaiſer weit“ beſſer anwenden, als hier.

Kosko ſammt ſeinen Begleitern wurden indeß ſehr freund⸗ lich aufgenommen. Er brachte reiche Geſchenke und dann