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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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war das Herz ungemein ſchwer, allein ſie tröſtete ſich damit einigermaßen, daß ſie ſich nicht von Alexei trennen durfte, für den ſie lebhafte Dankbarkeit und Bewunderung empfand.

Die Reiſe ging ſehr glücklich von Statten, obgleich es keinen gebahnten Weg nach Niſchnoi gab; das Wetter war ſchön und ſie erreichten, da ſie ſchon zeitig aufgebrochen wa⸗ ren, gegen Abend den Kamſchatka, an welchem ſie übernach⸗ teten, worauf ſie am andern Morgen ſtromaufwärts fuhren.

In einiger Entfernung von Riſchnoi befand ſich ein dem heiligen Nikolaus geweihtes Kloſter, das einzige auf der Halb⸗ inſel, und zugleich der einzige Ort, an welchem man Gerſte anzubauen verſucht hatte. Der Ertrag war zwar lohnend geweſen, denn der Boden am Kamſchatkafluß iſt fruchtbar und geſtattet den Anbau der leichtern Getreidearten, allein das Beiſpiel war bis jetzt ohne Nachahmung geblieben, weil die Eingebornen die delikaten Fiſche den Mehlſpeiſen vorzogen, und es auch an Zugvieh fehlte. Auf dem Felde am Kloſter waren die als Sklavinnen fortgeſchleppten Mädchen vor den Pflug geſpannt worden und natürlich hatte das den Itel⸗ menen wenig Luſt zum Ackerbau gemacht.

Niſchnoi⸗Oſtrog war mit Gräben, Wällen und Palliſaden umgeben, hatte ein Fort und war ein anſehnlicher Ort. Holz und Lebensmittel gab es hier viel reichlicher, als bei der früheren Hauptſtadt des Landes, daher waren hier ungefähr 70 ruſſiſche Häuſer, was im Verein mit drei bis ſechs Balago⸗ men, welche vor der Wohnung jedes Koſaken ſtanden, die Niederlaſſung ſehr bedeutend erſcheinen ließ. Wie in jedem, im

Entſtehen begriffenen ruſſiſchen Orte waren die öffentlichen Gebäude, die Wohnung des Gouverneurs, die Sf und die

Roskowska, Alexei und Aphaka.