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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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ruhigung noch nicht ausgeplaudert. Doch verrieth er durch keine Miene, welche wichtige Entdeckung er eben gemacht.

Uebrigens wünſchten Kosko und die Seinigen bald, Gal⸗ gal möge abreiſen, weil er ihnen ſtets weniger gefiel, und ſie auch fürchteten, er möchte Feodor zufällig erkennen. Doch konnten ſie ihn nicht fortweiſen, und er machte keine Anſtalt zur Abfahrt. Im Gegentheil, nachdem er ſeine, im Walde verſtreuten Sachen zuſammen geſucht und ſeinen Schlitten zurecht gemacht, benahm er ſich ganz wie zu Hauſe, half bei den Arbeiten und ſuchte beſonders Gelegenheit, gegen Tſche⸗ kawa dienſtfertig zu ſein. Das war, nach der herrſchenden Sitte, nicht mißzuverſtehn, auch vertraute er bald einer der Frauen aus dem Dorfe, er ſei gekommen, eine Frau zu nehmen.

Galgal hatte am Kamtſchatka gewohnt, doch nach dem unlängſt erfolgten Tode ſeiner Frau den Schwiegervater ver⸗ laſſen und ſeine Habe, die, wie bei den meiſten Itelmenen, nur in einigen Kleidungsſtücken, einem Meſſer, Bogen und Pfeile und den Hunden, wie einigem Jagd⸗ und Fiſchergeräth, be⸗ ſtand, gleich mit ſich genommen. Er hatte einige Kinder ge⸗ habt, ſie aber, wie das nicht ſelten vorkam, nach einer Ver⸗ abredung mit ſeiner Frau, den wilden Thieren im Walde

hingeworfen, weil es ihm bei dem häufigen Mangel an Nah⸗

rungsmitteln zu ſchwer vorkam, ſie zu erziehn. Die meiſten Kamtſchadalen hielten das für kein Verbrechen, ja, nicht ein⸗ mal für ein Unrecht, und in den Oſtrog am Tſchamſcha wußte man überhaupt nichts von dieſen ſeinen Kindermor⸗ den, weil ſie durch die Zeit in Vergeſſenheit gerathen waren und ſein Oſtrog auch ziemlich entfernt lag. Daß Galgal