obgleich Kosko keiner der Schwatzhaften war, erging es ihm jetzt doch wie manchem Andern. Galgal war aufmerkſam und ſtimmte ihm bei und ehe er ſich deſſen recht bewußt ward, hatte er erzählt, daß ſeine Aphaka ohne Alexei's Hilfe im Tſchamſcha ertrunken wäre. Er wollte ſeinem Zuhörer, in den er das vollkommenſte Vertrauen ſetzte, dadurch beweiſen, daß die chriſtliche Religion ihrer einheimiſchen vorzuziehn ſei, und ein Wort bringt das andere. Wie das aufgeſtaute Waſ⸗ ſer durch die geöffnete Schleuſe ſtrömt, ſo ergießt ſich das Vertrauen rückhaltlos, nachdem durch die erſte offne Mitthei⸗ lung das Hemmniß entfernt iſt.
Kosko erzählte dem aufhorchenden Galgal, daß ſeiner Frau Bruderſohn Alerei, wie deſſen Freund, ein Chriſt ſei; er hätte ihm wahrſcheinlich auch vertraut, ſie ſeien die Skla⸗ ven, welche dem Gouverneur entflohen, allein die Rückkehr ſeiner Tochter unterbrach ihn. Er erſchrack über ſeine Auf⸗ richtigkeit und begriff nicht, wie er ſich habe hinreißen laſſen, das auszuplaudern, was ſeine Frau ſelbſt ihrer Mutter ver⸗ ſchwiegen hatte, und ärgerte ſich ſehr über ſich ſelber. Das half indeß nichts mehr und er tröſtete ſich in ſeinem Herzen einigermaßen damit, daß er Alerei's und Feodor's Geheim⸗ niß glücklicher Weiſe für ſich behalten hatte. Bei der Aus⸗ ſicht, die Mehrheit der Dorfbewohner werde das Chriſtenthum annehmen, hatte ſeine Tochter von dem heidniſchen Vorur⸗ theil ja nichts mehr zu fürchten, und obenein beruhigte ihn auch Galgal durch das Verſprechen, der Sache gegen Nie⸗ mand zu erwähnen.
Galgal aber hätte viel weniger ſchlau ſein müſſen, als er war, um nicht leicht zu errathen, was Kosko zu ſeiner Be⸗
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