Druckschrift 
Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
Einzelbild herunterladen

nicht wenig übertaſcht, als er in einem derſelben den Rock von grobem Tuch fand, den ihm einſt Balakitgh zurückge⸗ laſſen, und dann ſo geheimnißvoll fortgeholt hatte. Dieſe Entdeckung beſchäftigte ihn ſo ſehr, daß er ſich bei dem Ein⸗ tritt oder vielmehr Herabklettern der Hausbewohner kaum ſo weit gefaßt hatte, um zu thun, als blaſe er das Cedernreiſig an, welches Aphaka, ehe ſie die Hütte verließ, auf die Koh⸗ len geworfen hatte; dies verbreitete einen ſo lieblichen Ge⸗ ruch, daß es ſtets als Räucherwerk benutzt wurde.

Kosko und ſeine Frau bewillkommten ihn herzlich und er wußte ſich genug zu verſtellen um bei dem Anblick Feo⸗ dors keine Ueberraſchung zu zeigen; er hätte den Inſulaner vielleicht nicht erkannt, wenn er nicht das Kleidungsſtück vorher gefunden, allein jetzt war er ſogleich überzeugt, er habe ihn damals bei dem Wallfiſchfang geſehn, obgleich die langen Haarlocken fehlten. Das es nicht Balakitgh war, ſondern ein Menſch, ſah er wohl, indeß zerbrach er ſich da⸗ rüber nicht weiter den Kopf, wer er ſonſt ſein könnte, ſondern nahm mit großem Eifer an der Mahlzeit Theil, welche als⸗ bald erſchien.

Feodor war ſtets aufmerkſam, und half Tſchekawa's Va⸗ ter immer bei den ſchwerſten Arbeiten; er begleitete ihn auch dieſen Nachmittag, um Holz zu holen.

Außer dem Skorbut, der jedoch die Eingebornen ſelten vefiel, waren Geſchwüre die einzige Krankheit auf Kamtſchatka. Dieſe rührten von den fetten, ungeſalzenen Fiſchen her und brachen oft am ganzen Leibe hervor; ſie führten zuweilen den Tod herbei, denn ſie wurden durchaus vernachläſſigt, und Niemand nahm ſich dabei vor Kälte und Näſſe in Acht.