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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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Uebrigens war der kleine, ältliche Itelmenen mit den ſehr krummen Beinen und dem platten, nichtsſagenden Geſicht, in welchem jedoch ein paar ſchlaue Augen blinzelten, kein Fremder, ſondern Galgal, der einſt Feodor ſein Boot bei dem Wallfiſchfange gegeben hatte.

Durch die Spottreden noch mehr erbittert, als durch den Schmerz in ſeinem zerſchundenen Körper und den Verluſt ſeiner Habſeligkeiten, ergriff Galgal endlich einen Stock und ſchlug ſeine Hunde ſo unbarmherzig, daß die Männer, welche Anfangs lachend dabei ſtanden, ihn mit Gewalt zurückhielten. Der gutmüthige Kutſchiniz führte ihn darauf unter freund⸗ lichem Zureden, halb mit Gewalt in Koskos Jurte, in der gewöhnlich die Fremden gaſtliches Unterkommen fanden.

Saagſchehm verſtummte, als der Verſpottete ihr Gaſt ge⸗ geworden; ſie zeigte in ſeiner Bewirthung nicht den gering⸗ ſten Eifer, hatte aber auch nichts dagegen, daß Tſchekawa

bereitwillig das Feuer aufſchürte und allerlei Speiſen, auch die beliebten ſauern Fiſchköpfe, herbeibrachte. Ihr Vater ſorgte für die Hunde Galgals und dieſer gewann endlich einen Theil ſeiner Laune wieder und verſchlang mit unglaub⸗ licher Geſchwindigkeit eine außerordentliche Menge von Speiſen.

Aphaka, welche ſonſt die Dienſtfertigkeit ſelbſt zu ſein pflegte, kümmerte ſich gar nicht um den Gaſt und antwortete unwillig auf einen Vorwurf Tſchekawa's:

Er gefällt mir nicht! Ich konnte ihn nie leiden und jetzt hat er gezeigt, daß ich Recht hatte. Wie abſcheulich, die armen Thiere dafür ſo grauſam zu ſchlagen, daß er ſelber nicht geſchickt genug war, ſie zu halten!