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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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68 aber rief ſie lebhaft:Hört ihr nicht etwas? und eilte an dem Baumſtamm hinauf und zum Rauchloch hinaus. Tſche⸗ kawa, die Kinder, und ſelbſt Saagſchehm folgten ihr, denn wirklich hörte man draußen Lärm und Hundegebell.

Ein Theil der Dorfbewohner ſchaute neugierig vier Hun⸗ den entgegen, die mit einem zerbrochenen Schlitten im vollen Lauf daher kamen. Als Jedermann ſich überzeugt hatte, es ſeien ganz fremde Thiere, erhob ſich ein lautes Hohngelächter über den Ungeſchickten, der ſeine Hunde hatte durchgehen laſſen, und es wurde nicht vermindert, als nach einer Weile am Rande des Gehölzes ein Schlitten mit zwei Männern ſichtbar wurde. Der Eine war Kutſchiniz, Tſchekawa's Va⸗ ter, der Andere der Eigenthümer der durchgegangenen Hunde, den Jener aufgeleſen hatte.

Bei der ſchlechten Beſchaffenheit der Wege und der Bös⸗ artigkeit der Hunde, die jede Gelegenheit zum Davonlaufen benutzten, war es kein Wunder, daß der, oder die Inhaber eines Schlittens abgeworfen wurden und ihren Thieren bis zum nächſten Oſtrog nachhinken mußten, wo dieſe allemal einkehrten. Dennoch galt es für eine große Schande, die Herrſchaft über die widerſpenſtigen Thiere verloren zu haben, und wurde mit bittern Spott beſtraft. Namentlich waren es die Weiber und Kinder, die jetzt den Ankömmling umringten und ihn durch ihre Neckereien faſt zur Verzweiflung brachten. Die alte Saagſchehm blieb nicht zurück, da ſie von Jugend auf gewöhüt war, bei dieſer Gelegenheit mit ihren Einfällen zu glänzen, und bei dem Anſehn in welchem ſie im ganzen

Dorfe ſtand, rief jedes ihrer Worte ein unauslöſchliches Ge⸗ lächter hervor.