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redet um uns bequemer zu verrathen; ich traue ihm nicht recht!“
„O, Feodor, wie kannſt du ſo Arges von dem Unglück⸗ lichen denken!!“ verſetzte der Knabe vorwurfsvoll.„Er hat, durch den unſeligen Branntwein verführt, Unrecht gethan, —aber er iſt kein ſchlechter Menſch, das beweiſt die tiefe Rüh⸗ rung, welche er mehr noch über unſere freundlichen Worte, als über unſere Geſchenke zeigte. Wir haben ihm nur Gutes gethan, ich erwarte alſo von ihm nur Gutes und möchte Keinen durch falſchen Verdacht unſchuldig kränken. Glaube mir, er iſt beſſer, wie Viele, die nicht ausgeſtoßen und ver⸗ achtet ſind und wir können ſicher auf ihn bauen.“
„Ich danke dir!“ ſagte Tempte, in kuriliſcher Sprache und mit einer Würde, welche Niemand dem gemiedenen Verbrecher zugetraut hätte:„der Andere hat Recht, daß er mir miß⸗ traut; ich habe es verdient, denn ich bin ein ſchlechter, elen⸗ der Menſch. Du aber haſt noch viel mehr Recht— ich würde lieber auf immer von Häntſch aus der Unterwelt verſtoßen ſein wollen, ehe ich gegen euch Beide unehrlich wäre. Was habe ich hier noch zu thun? Ich lebe nur von der Hoffnung, euch vielleicht einmal nützlich zu ſein, uud mein ganzes armes Leben gehört euch, denn ich wollte es ja von mir werfen, als ich euch antraf. Du biſt klüger, als andere Menſchen, weil du beſſer biſt; du weißt, daß der Ausgeſtoßene, den Jeder flieht und verachtet, wie ein giftiges Gewürm, auch ein Herz hat— warum ſoll ich dir alſo von dem reden, was ich nicht ausſprechen könnte, hätte ich auch die geläufigſte Zuuge in unſerm Volke. Die Zeit wird es vielleicht zeigen, daß dein Vertrauen nicht verſchwendet iſt!“
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