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hungerten ſich todt oder ließen ſich von wilden Thieren zer⸗ reißen. Auch Tempte war ſchon entſchloſſen, ſich auf irgend eine Art zu tödten, als er zufällig auf Alexei und Feodor traf; die unerwartete und unerhörte Güte, welche ſie ihm bewieſen, änderte ſeine Geſinnung völlig.
Er folgte der Richtung die ſie eingeſchlagen, nachdem er vorher das Fleiſch, welches ſie ihm geſchenkt, ſicher verborgen hatte. Zufällig begegnete er dabei den Koſaken, welche die Flüchtlinge auch geſehen hatten und von ihnen erfuhr er, daß zwei Sklaven des Gouverneurs, entflohen ſeien. Der Be⸗ ſchreibung nach erkannte er ſogleich ſeine Wohlthäter, auch erfuhr er, daß man erſt im Winter beabſichtige, ernſtliche Nachforſchungen nach ihnen anzuſtellen, weil ſie ſich in der guten Jahreszeit im Freien zu leicht verbergen konnten. Um Feodor kümmerte man ſich weniger, es gab Männer genug im Lande, deren man ſich zur Arbeit bedienen konnte; doch Alexei war wegen ſeiner Kenntniſſe ein ſchätzbares Eigen⸗ thum, überdies hatte ihn der Gouverneur von ſeinem vorigen Herrn gekauft und wollte nicht ſein Geld verlieren. Es ſollte daher keine Mühe geſpart werden, ihn wieder zu bekommen.
Tempte erzählte das jetzt den beiden Flüchtigen und Feo⸗ dor ſchlug ſogleich vor, in Zeiten weiter ins Land zu gehen, wo ſie ſicherer wären. Allein der ſchlaue Itelmen meinte, eben die Nähe Niſchnois ſei ihre Sicherheit; man werde ſie viel eher in der Ferne, als ſo nahe, vermuthen und ſuchen.
Das war zwar einleuchtend, allein Feodor wurde, ganz gegen ſeine Natur, plötzlich mißtrauiſch und ſagte in ſeiner Sprache, welche Tempte ſeiner Meinung nach nicht verſtand, zu Alexei:„Wer weiß, ob er uns nicht zum Bleiben zuredet


