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wein, welchen die Koſaken aus dem Slatkadrawa deſtillir⸗ ten, war ſein Verderben geworden. Um ſich über den Tod ſeiner Frau zu tröſten, hatte er getrunken, nachdem er jedoch erſt einmal davon gekoſtet, kannte und ſchätzte er keinen andern Genuß und dachte nur darauf, ſich mehr von dem berauſchen⸗ den Waſſer zu verſchaffen. Sein ganzes kleines Hab und Gut gab er für einige Maaß Branntwein hin; dann ſuchte er Wild zu fangen. Allein da ihm der Fuchs⸗ und Zobel⸗ fang bei der Habſucht der Koſaken nur wenig Branntwein eintrug und es Zeit und Arbeit koſtete, ehe er ſeiner unglück⸗ lichen Neigung fröhnen konnte, ſo verfiel er auf einmal in der Trunkenheit darauf, ſich die Früchte von Anderer Mühe zuzueignen. Er ſtieg auf einen Balagan, wurde aber ertappt und nach Landesſitte dafür geprügelt. Unter ſeinen Lands⸗ leuten war er unehrlich geworden und Niemand wollte in irgend eine Gemeinſchaft mit ihm treten; das veranlaßte ihn theils aus Noth, theils aus Rachſucht, zu neuen Diebſtählen, bis man ihn dabei wieder ergriff und nun verſtümmelte. Jetzt, da er den Koſaken keine Felle mehr liefern konnte, ſtießen ihn auch dieſe von ſich, welche ihm bis dahin für die geſtohl⸗ nen gern Branntwein gegeben und ihn zu neuen Verbrechen angeſpornt hatten, und friſtete er jetzt in der Wildniß auf die elendeſte Weiſe ſein Daſein.
Für den ungebildeten Menſchen hat das Leben meiſt nur dann einen Werth, wenn es ihm materielle Genüſſe bietet, oder wenn er Todesfurcht empfindet. Die Kamtſchadalen, fürchteten den Tod nicht, denn ſie dachten in die Unterwelt zu kommen, wo ſie es gut zu haben meinten; bei jedem Miß⸗ geſchick griffen ſie daher zum Selbſtmord— ertränkten ſich,
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