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Alexei und Aphaka oder die Kamtschadalen / von Marie Roskowska
Entstehung
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Pfähle die Strohmatten ſpannten, welche Alexei zu dieſem Zweck mitgebrachthatte. Plötzlich ſchlugen die Hunde laut an und ſie gewahrten in der beginnenden Dämmerung ein Ge⸗ ſchöpf, daß ſie im erſten Augenblick für einen Bären hielten bald jedoch erkannten ſie ihren Irrthum. Tempte, der Ge⸗ brandmarkte war es, der ſich ihnen nahte und ſich erſt vor Alexei, dann vor Feodor nieder warf, während ihm die hellen Freudenthränen in den Augen ſtanden.

Er trug das Bärenfell, welches ſie ihm geſchenkt hatten, wie einen Mantel um die Schultern und ſein Haupt war mit Feodors Perrücke bedeckt, die noch mehr zerzauſt war, als früher. Auf Alexei's Frage, wie er hierher komme, ge⸗ ſtand er, daß er ihnen gefolgt ſei und Feodor ſchon oft von Ferne geſehen, doch ſtets vergebens eine Gelegenheit geſucht habe, ihn allein zu treffen. In Gegenwart Anderer konnte er ihn nicht anreden, ohne ſich Mißhandlungen auszuſetzen, und überdies wäre Feodor dadurch bei den Andern in Miß⸗ achtung gekommen, daß er Verkehr mit einem Ausgeſtoßenen hatte.

Alexei ſowohl als Feodor waren von der Anhänglichkeit des Unglücklichen gerührt; ſie hießen ihn an dem Feuer nie⸗ derſetzen, welches Feodor nun anzündete und theilten ihr Abendeſſen mit ihm, das durch Aphaka's Fürſorge ziemlich lecker war und beſonders für Tempte, der gewöhnlich von Wurzeln, Beeren, Baumrinde und verdorbenen Fiſchen lebte, die er an den Flußufern aufſuchte.

Ermuthigt durch ibre Freundlichkeit, erzählte Tempte auf Alexei's und Feodor's Fragen ausführlich ſeine Geſchichte. Er war einſt ein geachteter Mann geweſen, allein der Brannt⸗